Mattel erweitert Sortiment: Barbie- und Ken-Simulatorpuppen für Notfallschulungen

Der Puppen-Hersteller Mattel gab nun offiziell bekannt, dass man dem Gesundheitstrend folgen will und produziert ab Anfang 2017 Simulatorpuppen für Notfallschulungen. Solche Puppen werden sowohl von bestehendem als auch von angehendem medizinischen Personal zu Übungs- und Weiterbildungszwecken genutzt.

Täuschend echt lassen sich viele mögliche Komplikationen darstellen, ein paar Klicks auf dem Computer genügen um zum Beispiel einen Herzinfarkt vorzutäuschen. An zwei bestätigten Puppen (Erwachsener-Ken und Erwachsene-Barbie) können Ärzteteams in Simulationszentren für den Ernstfall üben. Sie blinzeln, bluten, sprechen und atmen wie jeder normale Patient.

Bis zu 70.000 Euro wird eine Ken- oder Barbie-Puppe kosten. Ob Mattel auch verschiedene Kleidung, verschiedene Berufe oder verschiedene Traumhäuser für die Simulatorpuppen bereitstellen will wurde noch nicht bestätigt.

Proteste aus Österreich

Kurz nachdem Mattel seine Produktionsplanung bekannt gab wurde seitens österreichischer Feministinnen bereits Protest eingelegt. Mattel ignoriere die Realität vieler Frauen, die längst emanzipiert leben, so die Grundaussage der Proteste. Man erwarte sich auch eine geschlechtsneutrale Simulatorpuppe.